Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
Einzelbild herunterladen

412

Vorſchlag Dir annehmbar ſcheint, ſo ſtelle ich es ganz Deinem Ermeſſen anheim welche Verfügungen Du treffen willſt. Ich würde Dir die Rente für das erſte Jahr ſofort voll auszahlen, auch die Koſten eines etwaigen Umzugs vergüten. Von dem Mobilar des Schloſſes kannſt Du mitnehmen, was Dir beliebt, und wenn Du auch nicht mehr unter meinem Dache wohnſt, ſo hoffe ich doch, Dich recht oft als Gaſt hier zu ſehen.

Baron Udo athmete tief auf. Der Bruch, den er längſt vor⸗ ausgeſehen hatte, war jetzt erfolgt, und zwar in einer Weiſe, die ihn erbitterte.

Die Sache war, er konute es nicht anders ſagen, gewiſſer⸗

maßen vom Zaun gebrochen, und er mußte ſich unwillkürlich der Vorſchläge inern, die Udo ihm früher gemacht hatte.

Bei Deiner Heimkehr äußerteſt Du die Abſicht, mir das Majorat zu übertragen, ſagte er in einem etwas gereisten Tone, Du wollteſt größere Reiſen machen

Ich läugne nicht, daß dies Anfangs meine Abſicht war, entgegnete Baron Edmund ruhig,aber gegen ihre Ausführung ſprachen zu viele Gründe. Als ich mich nach Europa einſchiffte, hatte ich keine Ahnung davon, daß hier eine Tochter mich er⸗ wartete, ich erfuhr das erſt in London, und Du wirſt zugeben, daß die Sorge für die Zukunft meines Kindes mir Pflichten auf⸗ erlegt, die ich keineswegs geringſchätzen darf. Sage nicht, daß dieſe Sorge durch die Verlobung Klara's mit Bruno gehoben werde, ich kann und darf mein Kind nicht zwingen, eine Ver⸗ bindung

Laſſen wir das Edmund!

Es war Dein Wunſch, und ich bedauere aufrichtig, daß er ſich bisher noch nicht verwirklicht hat. Aber was nicht iſt, kann noch werden, wir müſſen das der Zeit überlaſſen. Sodann aber auch iſt eine Verzichtleiſtung auf das Majorat geſetzlich unzuläſſig, ſie würde keine Geltung haben, und damit könnte uns Beiden auch nicht gedient ſein.

Baron Udo nickte zuſtimmend, er hatte dasſelbe ſich auch ſchon geſagt, alſo konnte dieſer Vorwand ihn weder überraſchen, noch befremden, er mußte ihn gelten laſſen.

Was mich perſönlich betrifft, fuhr der Mojorat herr fort,

ſo wäre es mein innigſter Wunſch, die Verwaltung des Gutes

in Deine uns auf kann 0 meinel 6 Ich denke, ich Hich ſehen, do die Unte Der

ein Poli den Sch Sei mund ji gemilbet und die Der letzterer etgraut. Nac

der M nes 6 den Ge Er würdig von die verhehl N

er,ab hegte,

77)

anwa

keine A mir eh ſuchun

8