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Die letzten Worte waren direct an den Bankier gerichtet, der gedankenvoll nickte.
„Von dieſem Standpunkt aus betrachtet, haben Sie freilich Recht, ſagte der corpulente Herr,„aber auf der anderen Seite dürfen Sie auch nicht unberückſichtigt laſſen, daß die Beſitzung dadurch entwerthet wird.“
„Dieſer Einwurf iſt mir von Anderen auch gemacht worden.“
„Und die Berechtigung deſſelben werden Sie anerkennen müſſen!“
„Nicht ſo ganz, die jungen Bäume, die natürlich ſtehen blei⸗ ben, werden im Laufe der Zeit wachſen, man muß nur einige
ahre Geduld haben.“
Roſa ſchüttelte mißbilligend das ſchöne Haupt, und Klara warf dem Bankier einen bittenden Blick zu, als ob ſie ihn auf⸗ fordern wolle, ſeine Bemühungen fortzuſetzen.
Und der corpulente Herr verſtand die Bedeutung dieſes
Blickes. „Ich würde Ihnen doch rathen, die Sache reiflich zu über— legen,“ ſagte er,„ſo raſch wachſen die Bäume nicht wieder und
ein Wald iſt ſtets ein Schatz, den Jeder gerne hegt.
„Nun überlegen läßt es ſich ja noch einmal,“ entgegnete der Baron, einen heiteren Ton anſchlagend,„man darf nur nicht glich das Kind mit dem Bade ausſchütten. Wir werden uns ver⸗ abſchieden müſſen, Klara.“
„Sie wollen wirklich ſchon fort?“ fragte der Bankier erſtaunt.“
„Ja, ich möchte bald wieder in Oſthofen eintreffen, ſo lange nicht alle Verhältniſſe dort geordnet ſind, komme ich nicht zum ruhigen Genießen. Aber ich hoffe, Sie werden uns nun bald auf einen ganzen Tag die Ehre ſchenken, gnädiges Fräulein.“
Roſa verneigte ſich zuſtimmend und nahm von ihrer neuen Freundin in vertraulichſter Weiſe Abſchied.
Einige Minuten ſpäter rollte der Wagen des Majoratsherrn von dannen.
„Und wie hat Dir Roſa jetzt gefallen?“ fragte der Baron, als der Wagen das Fflaſter verlaſſen hatte und das weniger geräuſchvolle Fahren auf dem chauſſirten Wege eine Unterhaltung
geſtattete. Ich fand ſie, wie immer, ſehr liebenswürdig“


