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innere Unruhe ſchien eher zu⸗ als abzunehmen, und die Schatten, die ſeine Stirne umwölkten, ließen darauf ſchkießen, daß eine ernſte Angelegenheit ihn beſchäftigte.
Der corpulente Herr ſchien das nicht zu bemerken, die eigene Heiterkeit ließ ihn nicht dazu kommen, Beobachtungen anzuſtellen; er führte ſeinen Gaſt hinauf, und bald darauf traten die beiden Herren in das Boudoir Roſas.
Roſa hatte in der Zwiſchenzeit ſchon für ein Frühſtück Sorge getragen, und ſo gerne auch der Baron ohne Verzug aufgebro⸗ chen wäre, konnte er doch nicht die Einladung ablehnen.
„Und wie gefällt Dir die innere Einrichtung dieſes Hauſes?“ wandte er ſich zu ſeiner Tochter.
„Sie iſt zu brillant, Papa,“ erwiderte Klara,„Alles, was man ſieht, fordert die Bewunderung heraus.“
„Alſo habe ich Dir nicht zu viel geſagt!“
„In der That nicht, meine Erwartungen ſind weit über⸗ troffen!“
Den Herrn blickte die ſchöne Tochter des Bankiers lächelnd an, ſie ſchlug erglühend die Augen nieder, während der eorpu⸗ lente Herr das Glas ſeines Gaſtes wieder füllte.
„Ich möchte Ihnen zürnen, Herr Baron,“ ſagte ſie leiſe, „Baroneſſe Klara's theilte mir mit, Sie beabſichtigten den herr⸗ lichen Wald niederlegen zu laſſen.“
„Dieſe Abſicht hege ich allerdings,“ erwiderte der Majorats⸗ herr,„Klara hat Sie wohl gebeten, ein zweites Wort für die Bäume einzulegen. Ich weiß nicht, weßhalb Alle ſo ſehr da⸗ gegen proteſtiren, wenn die Frucht reif iſt, muß mau ſie pflücken, und wenn ein Baum ein gewiſſes Alter erreicht hat, muß auch er ſeiner nützlichen Beſtimmung übergeben werden.“
„Aber der Förſter iſt auch dagegen, Papa wandte Klara bittend ein.
„Der Förſter iſt, wie das ſeine Kollegen alle ſind, in jeden Baum vernarrt, den er ſelbſt gepflanzt hat,“ ſagte der Baron ruhig,„ſeine Anſichten können, ſobald ſie zu⸗ objectiv werden, für mich nicht maßgebend ſein. Die Bäume repräſentiren ein namhaftes Kapi⸗ tal, und dieſes Kapital hat bisher keine Zinſen eingebracht. Iſt es da nicht rationell gehandelt, daß ich dieſes Kapital beſſer zu verwerthen ſuche?“
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