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„Auch Sie nicht?“
„Ich gewiß nicht!“
Der Majoratsherr heftete den forſchenden Blick feſt auf das leicht geröthete Antlitz.
„Sie würden anders reden, wenn ich die Thorheit beginge, um die Hand Ihrer Tochter zu werben,“ ſagte er.„Sprechen Sie die Wahrheit, würden Sie es nicht thun?“
Ich würde mich außerordentlich geehrt fühlen!
„Und Fräulein Roſa?“
„Können Sie zweifeln?“ ſcherzte der corpulente Herr. dürfen auch mit Caeſar ſagen: Ich kam, ſah und ſiegte!“
„Glauben Sie das wirklich?“
In allem Eenſte!“
„Ich danke Ihnen,“ ſagte der Baron, indem er dem Bankier die Hand reichte,„es wäre ſehr wohl möglich, daß ich ſchon bald auf dieſe Unterredung zurück käme. Einſtweilen betrachten Sie dieſelbe als eine durchaus vertrauliche Unterredung, wenn ich darum bitten darf.“
„Selbſtverſtändlich, Herr Baron!“
„Meine Familie darf von dieſer Abſicht durchaus nichts er— fahren, ſie würde mir alles Mögliche in den Weg werfen. Mein Bruder hält mit einer Conſequenz, die einer beſſeren Sache wür⸗ dig wäre, an den ſchroffen Vorurtheilen ſeines Adels feſt, ohne zu bedenken daß er an dieſen Vorurtheilen zu Grunde gehen kann. Ich für meine Perſon bin darüber hinaus, ich habe er⸗ fahren, daß in anderen Ländern, in denen dieſe Vorurtheile nicht eingewurzelt ſind, der Adel nichts gilt. Dort gilt nur der Werth des Mannes ſelbſt, dort würde man auch nicht daran denken, dem Maler Rodenberg aus ſeiner Herkunft einen Vorwurf zu machen.“
„Dann könnte Rodenberg nichts beſſeres thun, als drüben eine neue Heimath zu ſuchen,“ entgegnete der Bankier mit leitem Spott.„Aber Scherz beiſeite, ich wiederhole nochmals, Herr Baron, ein allzu intimer Verkehr mit dieſem Manne wird Ihnen Unannehmlichkeiten bereiten.“
„Allzu intim? Ich weiß nicht, was Sie darunter verſtehen, aber wir werden ja ſehen.!“
Der Majoratsherr hatte ſich von ſeinem Sitz erhoben, die
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