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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Verzeihen Sie, Herr Commerzienrath, es iſt mein perſönlicher Wunſch, daß Sie, wenn auch nur theilweiſe Deckung erholten be⸗ vor ich Ihre Kaſſe in Anſpruch nehme.

Sie haben mir ja für alle Fälle hypothekariſche Sicherheit gegeben! ſogte der corpulente Herr lächelnd,welche Bedenken konnten Sie jetzt noch hegen? Der Akt iſt unterzeichnet und ſo⸗ mit bin ich in der Höhe von vierigtauſend Thalern Ihr Schulbdner.

Ich werde mehr bedürfen; erwiderte der Baron, zwiſchen deſſen Brauen ſich plötzlich eine Falte zeigte.Mit meinem Bruder habe ich Rückſprache genommmen, die Verhältniſſe, wie ſie jetzt ſind, können ſo nicht bleiben, ſie ſind für mich zu unan⸗ genehm! Ich begreife ja ſehr gut, daß mein Bruder nicht zufrie⸗ den ſein kann, und doß Manches was ich anordne, ſeine Zu⸗ ſtimmung nicht findet. Er war früher Gebieter in Oſthofen, jetzt ſoll er meinen Anſichten und Anordnungen ſich unterwerfen, das muß ihn heimlich ärgern.

Ich habe mir das gleich gedacht, nickte der Bankier,die Beziehungen zwiſchen dem gegewärtigen und dem frühereu Majo⸗ ratsherrn konnten ſich nicht angenehm geſtalten.

Ich habe ihm die Wahl geſtellt zwiſchen einer jährlichen Rente und einem dieſer entſprechenden Kapital.

Er wird alsdann Oflhofen verlaſſen?

Jawohl.

Es wäre für Sie und auch für ihn das Beſte, ſagte der corpulente Herr, während er die Aſche von ſeiner Cigarre ſtrich, obſchon ſich nicht verkennen läßt, daß es für Ihren Herrn Bru⸗ der ein ſchwerer Schritt ſein wird.

Ja, allerdiugs, erwiderte der Majoratsherr, der von Zeit zu Zeit mit einer ſeltſamen Unruhe auf die Thür blickte, als ob er fürch te, daß die Unterredung belauſcht werden könne,aber er wird auch einſehen, daß dieſer Schritt des Friedens wegen gethan werden muß. Wahrſcheinlich wird er das Kapital vor⸗

ziehen, ſeines Sohnes wegen, deſſen Zukunft dadurch auch ſicher geſtellt wird. Und in dieſem Falle dürfte er mehr fordern als vierzigtauſend Thaler.

Seien Sie nur nicht zu großmüthig, Herr Baron

Bewahre! Ich weiß, wie weit ich gehen darf. Aber Sie werden mir auch zugeben, daß ich die Verdienſte anerkennen muß

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