Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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nders

fortzuſetzen, aber ihm fehlte dazu die Ruhe, er konnte die Auf⸗ regung nicht ſo raſch bemeiſtern.

Er hat den Streit geſucht, ſagte er, während er in Fieber⸗ haſt/ein Glas nach dem andern trank,er war immer der Händel⸗ ſucher und ſolche Burſchen ſollt man vor die Thür werfen.

Und iſt es denn wahr, daß der Baron Euch gegen ihn dungen hat? frogte Steffen.

Keine Silbe! Ich würd' mich auch nicht dazu hergeben.

Aber er kann's doch nicht aus der Luft gegriffen haben, warf der Wirth ein.

Der Baron hat mir nur geſagt, ich ſoht' Unterförſter wer⸗ den und den Wilddieben auf die Finger ſehen, aber von dem rothen Franz hat er gar nichts erwähnt. Und weshalb ſoll ich den Poſten nicht annehmen?

Ihr Unterförſter? erwiderte Steffen kopfſchüttelnd.Das iſt merkwürdig, Ihr verſteht ja gar nichts davon!

Bah, was iſt da weiter zu verſtehen! Wenn ich einen Wild⸗ dieb ſehe

Schießt Ihr ihn wirklich über den Haufen?

Natürlich, ich werd' doch nicht warten, bis er mir eine Kugel zwiſchen die Nippen jagt!

Hm, dem alten Leberecht wird's nicht gefallen! ſagte der Wirth.Und eine eigene Bewandtniß muß es dabei auch haben, daß man Euch den Poſten gibt.

Der Boron muß, wie ich will!

Und weshalb? fragte Steffen.

Ja, wenn Ihr das wüßtet!

Dürft Ihr's nicht ſagen?

Der Vagabund ſah ihn mit einem trotzig verächtlichen Blick an, dann zuckte er die Achſeln.

Es iſt nicht gut, wenn man Alles weiß, ſpottete er,viel Wiſſen macht Kopfweh. Und was ich mit dem Baron hab, das tümmert Niemand, wollt Ihr's abſolut wiſſen, müßt Ihr ihn ſelbſt fragen!

Damit ging auch er mit ſchwankenden Schritten hinaus.

Es war ſchon ſpät, die Nacht bereits angebrochen, als er auf den Park zuſchritt, um ſeinen Rauſch auszuſchlafen. Und in dem Zuſtande, in dem er ſich befand, war es ihm keine angenehme