roßen „Nur denkt egen
auern
will,
1.
ſind die goldenen Berge? Ihr ſeid geblieben, was Ihr wart, ein
Hungerleider.“
„Und was ſeid Ihr?“ ſpottete Florian, während er mit einem boshaften Blick ſeinen Gegner muſterte.„Ein Vagabund!“
„Aber immer noch ein ehrlicher Mann!“
„Jowohl, der anderen Leuten das Wild ſtiehlt!“
„Beſſer Wilddieb, als Bluthund! Ich möchte wahrhaftig nicht mich von Anderen dafür bezahlen laſſen, Jagd auf Menſchen zu machen. Aber, wer weiß, was Ihr drüben getrieben habt und wieviel Blut an Euren Händen klebt!“
„Und das wagt ein ſolcher Schuft mir zu ſagen?“
„Oho, nur nicht gleich obenhinaus! Habt Ihr nicht mit dem Baron einen Pakt gemacht, um mich aus dem Wege zu ſchaffen? Er bezahlt Euch und Ihr zieht eine grüne Uniform an und ſchießt mich über den Haufen, nachher heißt es, Ihr hättet Euch gegen einen Wilddieb vertheidigen müſſen! Iſt es nicht ſo? Der Baron mag auch eine ſchöne Pflanze ſein, er hat ja drüben ſchon Freundſchaft mit Euch geſchloſſen.“
„Das ärgert Euch wohl?“ erwiderte Florian mit beißendem Hohn.
„Nein, dieſe Freundſchaft gönne ich Euch!“
„Wirklich? Es würd' Euch noch mehr ärgern, wenn ihr wüßtet, daß der Baron tanzen muß, wie ich pfeife.“
„Holla!“ warf der Bauer Steffen ein, der mit offenem Munde zugehört hatte,„Ihr macht es zu toll, Bender!“
Florian griff in ſeine Taſche und zeigte den verdutzten Bauern eine Handvoll Goldſtücke.
„Da habt Ihr den Beweis,“ ſagte er triumphirend mit einem tückiſchen Seitenblick auf ſeinen Gegner, der ſeine Ueberraſchung hinter einem geringſchätzenden Achſelzucken zu verbergen ſuchte.
„Es iſt Blutgeld!“ ſagte der rothe Franz.„Für dieſes Geld hat der Lump mein Leben verkauft.“
„Wer das ſagt, iſt ein Eſel!“ rief Florian wüthend.
„Das ſagt der Eſel einem Schurken, der ſein Mörder wer⸗ den will.“
Bender ſprang von ſeinem Sitz auf, der Wirth trat raſch zwiſchen die beiden Gegner.
„Laßt ihm nur den Willen,“ ſpottete Franz,„er iſt immer


