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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Sohn und den Namen, den Du trägſt, haſt Du berühmt gemacht. Und der Name meines Vaters? Heute nenne ich ihn Dir nicht, meine Gründe, die mich

zwingen, ihn zu verſchweigen, ſollſt Du ſpäter erfahren.

Willy trocknete mit ſeinem Taſchentuche die Stirne, auf der große Schweißtropfen perlten, hoch aufgerichtet ſtand er ſeiner Mutter gegenüber, und in dem Blick, den er ihr zuwarf, lag ein herber Vorwurf.

Du mußt das wiſſen, ſagte er mit mühſam erzwungener Ruhe,ich kann Dich nicht zwingen, meine Fragen mit aufrich⸗ tiger Offenheit zu beantworten, und ſo bleibt mir nichts übrig, als allen Hohn und Schimpf über mich ergehen zu laſſen. Die Folgen, die daraus entſtehen, ſind nicht vorauszuſehen.

Er kehrte nach dieſen Worten in ſein Atelier zurück, und als er die Thüre deſſelben öffnete, fiel ſein Blick auf einen jungen Mann, der mit Blick ihm entgegen kam.

Ich dachte ſchon, Du ſeieſt nicht Daheim, ſagte der F Fremde kleine, unterſetzte Geſtalt, aus deſſen blitzenden Augen Lebens⸗ luſt und Humor leuchteten,und es wäre Dir auch wirklich verzeihen geweſen, wenn Du in der erſten Freude über den groß⸗ artigen Erfolg Dich in irgend einer Weinſchenke hinter duftenden Rüdesheimer feſtgeſetzt hätteſt. Na, Glück zu, Brudexherz Aber was iſt Dir denn begegnet? fuhr er überraſ ſcht fort, ols er jetzt die finſtre Miene des Freundes bemerkte.Siehſt Du Geſpenſter am hellen Tage?

Für Deinen Glückwunſch danke ich Dir, Hellmuth, erwiderte

Willy,aber ich bin heute nicht in der Laune, zu ſcherzen. Nicht? Und ich möchte aus Freude über die Auszeichnung,

die Du erhalten haſt, Alles entzwei ſchlagen! Bei Dir ſcheint

ſich allerdings die Freude in anderer zu äußern. 30) will nicht hoffen, daß ſie Dir den Verſtand

Sie iſt mir getrübt worden! unterbrach der Maler ihn, wehmüthig das Pin ſchüttelnd.Mit uns Beiden wird es nun auch wohl aus ſein.

So? fragte Hellmuth gedehnt, während er den Freund zweifelnd anblickte.Du ſprichſt da ein großes Wort ſehr ge laſſen aus, willſt Du mir den Fehdehandſchuh vor die Füße

werfen? Der Baſtard. 2

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