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wurde mir jeden Tag intereſſanter,— aber dabei allein blieb es nicht. Wir machten Anfangs kleine Spaziergänge mitſammen durch den Garten, in der nächſten Umgebung des Schloſſes, und als er wieder im Gebrauch ſeines Armes war, machte ich ihm den Vorſchlag, mich auf einem Spazierritt zu begleiten. Mit Lachen geſtand er, nie ein Pferd beſtiegen zu haben, daher er gewiß eine ſchlechte Figur als Reitersmann ſpielen werde. Dies machte mir ausgezeichneten Spaß; er mußte das Reiten lernen; ich war der Lehrer; der große Rothfuchs, den Großvater bis⸗ weilen reitet, war das Schulpferd. Frank hat Talent zu Allem, was er beginnt; er bedurfte bald keines Unter⸗ richtes weiter und des Großvaters Leibroß wurde ihm zu fromm, zu langweilig in ſeinen Bewegungen,— wir haben ein paar muntere junge Pferde im Stall, deren Dienſt eigentlich iſt, in der Karroſſe zu gehen, das eine davon ritt er ſich zu,— und nun ging es jeden Tag von Chateau Hautbrien im vollen Galopp fort,— wir machten kleine Reiſen und blieben häufig den ganzen Tag über aus,— Helene! bei dieſen Gelegenheiten lernte ich Frank kennen, welche Phantaſie, welcher Stolz, was für ein edler Cha⸗ rakter,— und dabei was für ein Gemüth———! „Und wer iſt Frank Lincoln?— Iſt er von guter Familie?— Welche Stellung nimmt er ein?“— ſo höre ich Dich fragen,— meine Antwort iſt:„Ich weiß


