Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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einige ſchmale und ſchwierige Päſſe durchbrochen iſt, ſo bilden die Pyrenäen doch viele Ausläufer, die ſie zu beiden Seiten in's Land hineinſenden, und zwiſchen denen die an⸗ muthigen reichen und lieblichen Thäler liegen. Chateau Hautbrien liegt auf der Höhe, es überſchaut eines dieſer prächtigen Thäler auf der einen Seite, auf der andern Seite blickt es hinaus auf das große weite Meer. Ich glaube nicht, daß es irgend ein Thal in der Welt geben kann, ſo anmuthig, ſo ſchön, ſo ruhig, mit dieſem ſaftigen Grün, dieſen flüſternden Hainen, dieſen Bächen, die wie flüſſige Diamanten zwiſchen den Felſenufern hinſtrömen und über die wilden Abhänge ſich hinabſtürzen, und Alles dieſes umgeben von den ſtarren Höhen mit den dunklen Tannenwäldern bedeckt, und überragt von dem eiſigenLa Virgoulée, welcher der Sommerwärme des Thales Trotz zu bieten ſcheint, nein, es kann kein ſchö⸗ neres Thal geben, ſo glaube wenigſtens ich, bin ich ja doch hier geboren.

Aber auch nirgendwo anders erſcheint das weite Meer in ſolcher Pracht und Großartigkeit, als von dem hohen Thurme des Schloſſes Hautbrien aus geſehen. Es iſt wohl eine Stunde weit entfernt, dazwiſchen liegt mäch⸗ tiges Gebirge, als habe die Natur die anmuthigen Thäler vor einem wilden Einbruche des ſtürmiſchen Elements ſchützen wollen, und die gigantiſchen Formen ſenken ſich