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Italiener nicht ſein ewig blauer Himmel und ſeine glühende Sonne entgegen? Und wenn wir von den verkümmerten Lappen im hohen Norden leſen, ſo glauben wir es recht gern, aber auch die phantaſtiſche Märchen- und Gedanken⸗ welt des Orientalen können wir uns erklären, da ſie mit der üppigen und überwuchernden Fülle der ihn umgebenden wunderbaren Natur zuſammenhängt. Ich bin im ſüd⸗ lichen Frankreich geboren und aufgewachſen, und wenn ich die Landſchaft um Chateau Hautbrien auf meinem kleinen grauen Klepper durchſtrich und die ſtrengen Contraſte der Scenerie, das Heitere, das Prachtvolle, das Großartige, das Düſtere, das Erhabene betrachtete, da dachte ich oft: „dieſes iſt das Gemälde Deines Lebens,— auch dieſes wird ſolchen plötzlichen Wechſel erfahren,“— und wenn ich mich jetzt zurückerinnere, glaube ich auch dieſe Scenerie iſt eine Art Bild meines eigenen Charakters, oder wenig⸗ ſtens meiner Gemüthsſtimmung, welche immerwährend wechſelt durch alle die verſchiedenartigſten Schattirungen, von der ausgelaſſendſten Fröhlichkeit zur tiefſten Schwer⸗ muth, von der größten Sorgloſigkeit zur ernſthafteſten Ge⸗ dankenſchwere.
Chateau Hautbrien liegt inmitten des mächtigen Ge⸗ birges, welches als Rieſenwall zwiſchen Frankreich und Spanien von der Natur aufgeführt worden iſt. Obwohl dieſes ungeheuere Bollwerk kaum irgendwo mehr als durch


