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„Und hat man denn unter den benachbarten Stämmen keine Nachforſchung angeſtellt?“ fragte der Gouverneur⸗
„O, gewiß! aber folge Einer den Rothhäuten auf ihren Wanderungen, ſei es nun, wenn ſie auf den Kriegs⸗ pfad gehen, oder als Diebe davon ſchleichen,— ſie können ſich unſichtbar machen,— aber ſei es, wie es ſei,— der kleine Francis war verſchwunden,“ endete der gute Hol⸗ länder ſeine Erzählung,—„und die gute Vrow Katha⸗ rina ſtarb aus Bekümmerniß, nachdem ſie noch ſchnell die kleine Jeſſie geboren hatte,— iſt ein gutes Kind,— und ſie dauert mich und Allen hier herum.“
„Jedes Kind, welches ſo früh die Mutter verliert, iſt zu bedauern,“ ſagte Sir Francis Lovelace mit einiger Bewegung.
„Und beſonders, wenn es dann unter ſolche Hände kommt, wie die arme Jeſſie,“erwiederte der Holländer —„doch man ſoll von ſeinem Nächſten nur das Gute ſprechen,— und eine brave Hausfrau iſt Vrow Ger⸗ trude,— gelernt hat Zeſſie auch etwas Rechtes,— aber die guten Stunden, die ſie hatte, ſind auch zu zählen.“
„Sie iſt aber wohl in dem Alter, wo ſie bald in andere Hände übergehen wird— ich meine, ſie wird hei⸗ rathen?“ fragte der Gouverneur.
„Das iſt noch eben das Uebelſte,“ erwiederte der Holländer—„ſie hat da eine ſchlechte Wahl— ſoll ſie
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1858. IV. Van Hoboken. I..


