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eingeſchloſſen war. Er rief ſie; keine Antwort. Er er⸗ brach die Thüre mit Gewalt, und o Erſtaunen! alles war leer. Die Prinzeſſin war verſchwunden und mußte allein das Schloß durch eine geheime Thüre ver⸗ laſſen haben.
Aber wie war es möglich geweſen ſich allen Blicken zu entziehen?„ wohin hatte ſie ihre Schritte gewen⸗ det? man eilte nach allen Seiten ſie aufzuſuchen. Vergebene Mühe! ſie hatte keine Spur ihrer Flucht zu⸗ rückgelaſſen; man konnte glauben, daß ſie durch einen Genius wunderbarer Weiſe aus der Feſte entführt wor⸗ den ſey. Die Ritter waren beſtürzt, und die öffentliche Freude verwandelte ſich in allgemeine Trauer.
Der ganze Tag verging.. alle Hoffnung, Bert⸗ holds Tochter wiederzufinden, war verſchwunden. Der Prior von Sankt Irenäus, der Graf von Barres und der Prinz von Meran überließen ſich der Verzweiflung.. Agnes erſchien nicht wieder⸗
Die Nacht bedeckte mit ihrem Schleier die Erde. Un⸗ ordnung, Beſtürzung, Schmerz und Verwirrung herrſch⸗ ten auf Karency. Was ſollten die zur Begleitung der Königin beſtimmten Ritter, Pagen und Ehrenbamen be⸗ ginnen? ſollten ſie ſich trennen, oder warten?„ Sie waren ungewiß, welchen Weg ſie einſchlagen ſollten.
Die arme Iſolette, durch dieſen neuen Schlag vol⸗
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lends zu Boden geſchmettert, wollte ſich vom Schloſſe


