Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
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Sturm entblätterte Roſe, war ſie nur noch eine ſchöne Erinnerung. Die Vorkehrungen zur Reiſe waren alle getroffenz

ein prachtvoller Wagen, von Gold und köſtlichen Steinen

ſtrahlend, der, von den Edelſten des Reichs begleitet, die Königin aufnehmen ſollte, war im großen Schloßhofe der öffentlichen Bewunderung ausgeſtellt. Dreißig Da⸗ men aus dem höchſten Range waren von Paris gekom⸗ men, um die Königin abzuholen. Sie hatten ihr, außer vielem köſtlichen Putz, einen prachtvollen Hermelinman⸗ tel, und ein Diadem von unſchätzbarem Werthe über⸗ reicht, welches ſie nach Philipps Willen während ihrer Triumphreiſe tragen ſollte. Welche reiche Geſchenke, wel⸗ che köſtliche Gaben! warum mußten ſie in dieſem Augen⸗ vlick nur ein Opfer ſchmücken!

Am Abend vor dem merkwürdigen Tage, an wel⸗ chem Agnes Bretagne verlaſſen ſollte, folgte Iſolette, von der Todtenbläſſe, die ſich über die Züge ihrer Freun⸗ din verbreitete, erſchrocken, dieſer unbemerkt in ihr könig⸗

liches Gemach. Bertholds Tochter wähnte allein zu ſeynz

ſie warf ſich auf die Kniee und rief aus:Arthur! Du erwarteſt mich; o, was zögere ich noch, mich mit Dir zu vereinigen! Du biſt mir in der letzten Nacht erſchienen; Deine Blicke weilten mit dem Ausdruck der Liebe auf mir, den ſie in der Hütte der Verbannung hat⸗ ten; ſie glänzten mir wie die erſte Morgenröthe der