Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
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Auch nur darum weil er nicht mehr lebt.

Die Vorbereitungen zur Abreiſe der Königin wurden eifrig betrieben. Agnes, immer mit Huldigungen um⸗ ringt, war gezwungen, ſie anzunehmen. Leopold, in der Hoffnung, ſie aus ihrer Traurigkeit zu ziehen, und nicht minder ſtolz als glücklich, daß ihr Philipp⸗Auguſt die Krone wieder aufſetzte, umgab ſie gegen ihren Wil⸗ len mit allem Glanze der Größe. Ach! und die arme Iſolette, ſonſt ſo heiter uud lebhaft, jetzt aber allen Freuden abgeſtorben, war von neuem verdammt, glän⸗ zenden Geſellſchaften beizuwohnen, und die Königin des Feſtes zu ſeyn. Als ſanftes, ergebenes Opfer trug ſie ihren Schmerz geduldig, und verblühte gleich Agneſen; und wie lachend auch die Bilder waren, die ſich ihr dar⸗ botenz welcher Weihrauch auch zu ihren Füßen brannte, nie ſah man ſie lächeln. Jungfrau von Montolin, was iſt aus deiner Fröhlichkeit geworden? Was iſt aus den glänzenden Gaben geworden, womit dich die Natur be⸗ ſchenkte? Wo blieb dein beißender Witz, deine naiven Antworten, deine Friſche, deine Grazieach! ob⸗ gleich du noch lebſt, ſo hat das Grab doch alles ver⸗ ſchlungen.

Eines Abends, als tauſend flimmernde Kerzen den großen Saal im Schloſſe Karency erhellten, wo ſich ein Theil des benachbarten Adels verſammelt hatte, und Ag⸗ nes, gleich einer unbeweglichen Bildſäule und mit ihren

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