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ruf. Ihr Gang war ſchleppend; ihre Sprache langſam und dumpf. Ihr Leiden hatte keine Worte und niemals Thränen. Die Fackel ihres Lebens erloſch immer mehr, dund nach und nach verſchwanden ihre Reize.—„Glaubſt Du,“ ſagte ſie zu ihrer Freundin:„ daß ich durch Phi⸗ lipp gezwungen werde, das verhaßte Szepter wieder zu nehmen? Ach! wenn ich nach Paris reiſen muß, ſo wird der Triumphwagen der Königin Agneſens Katafalk, der nur eine Leiche trägt. Der Palaſt des Louvre erwar⸗ tet mich nicht ſondern die Gruft von St. Denis. Was will dieſer Philipp von mir, er, den ſo viele Lor⸗ beeren krönen, der den Ruhm allem andern vorzieht!... er laſſe mich in Frieden ſterben.“ Vergebens verſuchte Iſolette den Einfluß ihrer ſauf⸗ ten Vorſtellungen, um den Lauf ihrer düſtern Ideen zu ndernz ſie ſah wie ſich täglich dieſe besaubernde Schön⸗
heit immer mehr und mehr entblätterte, die ſonſt aller Augen entzückte; ihre Lippen hatten den Purpur verloren; ihre Augen waren ſtarr und glanzlos.
„Wenn ich aufgehört habe, ſchön zu ſeyn,“ ſagte Agnes zu ihrer Freundin:„ſo iſt es nur, weil Arthur mich nicht mehr ſehen darf; wenn meine Stimme dumpf und klagend iſt, ſo iſt's, weil Arthur ſie nicht mehr hö⸗ ren darfz wenn meine Blicke matt und ſtarr ſind, iſt's„weil Arthur ſie nicht mehr ſucht.“
„Aber Ihr liebt mich!“ ſagte Iſolette.


