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„als das Gebet, keine Freude als Thränen, kein anderer „Richter mehr als der Himmel.“
Wilhelm von Barres überbrachte dem König dieſen Brief, und Agnes erwartete mit tödtlicher Angſt die Antwort ihres Gemahls. Ihr Rang, den ſie von ſich werfen wollte wie ein drückendes Gewand, dieſer Rang, nachdem ſie ſonſt voll Ehrgeiz ſtrebte, war jetzt ein Ge⸗ genſtand des Abſcheues für ſie. Vergebens überhäuften ſie ihr Bruder und der Abt mit ihrer Freundſchaft, ihrem Rath, ihren Bitten, Agnes war für nichts mehr em⸗ pfänglich; Agnes hatte nichts mehr vor ſich„als Arthur.
Nichts vermogte ſie ihrer finſtern Melancholie, ih⸗ rer ſchmerzlichen Apathie, ihrer ſtummen Niedergeſchla⸗ genheit zu entreißen. Sie bezeigte der Gräfin von Ré⸗ thel noch einige Anhänglichkeit, und ergriff eifrig jede Gelegenheit, ihr Beweiſe ihrer Dankbarkeit zu geben;z aber ſie ſuchte ihre Geſellſchaft nicht. Iſolette allein hatte einige Gewalt über ſie. Iſolette wich ſelten von ihrz ihre Gegenwart war ein Bedürfniß für Agnes. Sie allein beſänftigte ihre Qualen und zerſtreute ihre Träumereien; ſie allein ſprach zu ihrem Herzen.
Ihr Kummer hatte keine Abwechſelung, er war immer gleich ſtark und groß. Ihre Gedanken waren eine lange Klagez und ihr Leben war, gleich dem einförmigen Schrei des Todesvogels, nur ein wiederholter Jammer⸗


