„Iſt ſie hier?*
„Vergebliche Frage. Sie darf Euch nicht vor ſich laſſen; und ich unterſage Euch ihren Anblick.“
„Ihr! wer gibt Euch das Recht?*“
„Der ewige Geſetzgeber, der uns richtet. Graf! keine unnöthige Ereiferung! keine blinde Beharrlichkeit! Eure thörichte Leidenſchaft iſt mir bekannt; und ich, der nie Jemand betrogen hat, ich betheure Euch vor Gett, daß Waldburgs Schweſter Euch nie angehören kann. Gebt endlich der Sprache der Vernunft und der Wahrheit Ge⸗ hörz entſagt Euern Wünſchen. Alle Geſetze der Erde und des Himmels trennen die Fremde von Euch.“
„So iſt ſie denn dem Herrn geweiht?“
„Neinz aber der Herr verbietet ihr, ſich Euch zu weihen.“
„Und wozu denn dieß Verbot?“ ſchrie der Graf. „Waldburg hat mir geſagt: Alais iſt weder Gattin noch Geliebte; Ihr ſagt mir, daß ſie kein heiliges Gelübde
abgelegt. Welches ſind denn die ſogenanten Geſetze des
Himmels und der Erde, die ſich zwiſchen uns ſtellen?“ „Graf! ich darf keine Geheimniſſe mittheilen, die mir nicht angehören. Es genüge Euch zu wiſſen, daß eine unüberwindliche Macht Waldhurgs Schweſter gebie⸗ tet, ſich für immer von Euch zu entfernen. Es genüge Euch.„*
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„Grauſamer Menſch!
unterbrach ihn Arthur mit
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