2—
Jemand bei ſich haben müſſen, der ihm das Gebet vor⸗ geſprochen hätte.
Die Thüre des Hauſes öffnete ſich, und es trat ein Prieſter heraus; es war der Prior von Sanct Irenäus. Arthur erhob ſich ſchnell, eilte auf ihn zu und faßte ihn bei dem Gewande:—„Diener des Himmels,* rief er: „der Herr ſchickt Dich mir zu Hülfez ich bin Arthur, höre mich.*
„Arthur! wäre es möglich!.„* erwiderte der Abt, durch dieſe unerwartere Begegnung überraſcht. „Allein, zur Nachtzeit auf dieſem Berge!.. was wollt Ihr? was ſucht Ihr?“
„Das Ende meiner Leiden. Ich will Waldburg ſehen; die zärtlichſte Neigung verband uns, ehe meine Hand ſein Blut vergoß.... Die Reue, die mich zer⸗ reißt, läßt mir keine Ruhe.„ Ich will mich meinem erſten Jugendfreunde zu Füßen werfen. Ein Blick auf den unglücklichen Arthur, und er wird erweicht werden. Ein Wort von ihm, ſeine Verzeihung, ſein Lebewohl! und ich kann in Frieden ſterben.*
„Graf von Ravenſtel! der Baron iſt dem Tode nah. Euer Anblick würde ſeine Leiden vermehren. Eine unter⸗ redung mit Euch würde ihn zu ſehr erſchüttern, und könnte ihm gefährlich werden. Ihr dürft ihn nicht ſehen.“
„So laßt mich wenigſtens ſeine Schweſter.*
„Seine Schweſter. was verlangt Ihr!“


