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der größten Heftigkeit:„zerreiße ruhig und ohne Mitleid die Seele des unglücklichen, der Dich anfleht; Du ver⸗ nünftelſt nur, aber ich fühle. Ich ſehe, Du haſt nie ge⸗ liebt. unter Deinem rauhen Kleide kann kein gefühlvol⸗ les Herz ſchlagen. Nichts lieben und nichts haſſen unter den Töchtern der Erde, das iſt Euer Beruf, heilige Prieſter. Was ſeyd ihr? Ein unfruchtbares Feld, eine öde Wüſte, ein leeres Firmament ohne Sonne, ohne Wol⸗ ken, ohne Wärme! Prieſter! gehe aus meinem Wege! ich will hinein.“
„Ihr werdet nicht über dieſe Schwelle ſchreiten;“ ſagte der Abt mit Nachdruck.
Der Graf legte die Hand an das Schwerdt.
„Nein, Arthur, Ihr werdet nicht hinein gehen,“ fuhr der Prior fort:„Unbeſonnener! zu was ſoll dieſe Heftigkeit führen. Bin ich es, der Dir Alais entreißt? Im Gegentheil, ſtände es in meiner Macht, ſo würde ich Euch beiden heute noch den prieſterlichen Segen geben. Bedarf Deine Liebe immer Blut, daß Du auch nach dem meinen dürſteſt? Wohlan, ſtoße Dein Schwerdt in meine Bruſt, Du darfſt es, Du kannſt es, denn ich bin ohne
Vertheidigung; hienieden wirſt Du mich leicht überwin⸗ den, aber dort oben werde ich Dich erwarten.“
Die Stellung des Abts, die Kraft ſeiner Rede,
und die Macht der Frömmigkeit entwaffneten Arthurs


