nahen Abreiſe der Fremden hatte ihn raſch aus ſeiner verzweifelnden Apathie gezogen.—„Alais nie wieder⸗ ſehen!“ Dieſer entſetzliche Gedanke gab ihm ſeine Kraft zurück. Er wollte noch denſelben Abend nach Waldburgs Landhauſe eilen, zu den Füßen ſeines Freundes niederſin⸗ ken, ihm ſeine Reue ſchildern, um ſeine Verzeihung bit⸗ ten, und Alaiſen und dem Leben das letzte Lebewohl ſagen.
Arthur ſuchte ſich nicht mehr über ſeine Zukunft zu täuſchenz er hoffte auf kein Glück mehr. Er wußte nicht⸗ welch fürchterliche Scheidewand ihn von der Geliebten trennte; allein er fühlte, wie unüberſteigbar ſie war. Eine innere Stimme ſagte ihm unaufhörlich, daß Alais für ihn verloren ſey.
Seine Hauptwunde, die anfangs unbedeutend ſchien,
hatte ſich von Tag zu Tage mehr entzündet. Er ſagte
zwar, ſie ſey geheilt, und wieß ſtandhaft jede Hülfe der Kunſt zurück. Seine Farbe, durch das innere Feuer, welches ihn verzehrte, erhöht, täuſchte die Blicke, wel⸗ che ihn beobachteten. Sein Auge war feurig und lebhaftz ſeine Züge hatten ihre Reize nicht verloren. So bedecken Blumengewinde eine Todtengruft.
Arthur hatte das Schloß verlaſſen. Kaum hätte er zu gehen vermogt, wenn die Glut ſeiner Phantaſie nicht die Schwäche ſeines Körpers nnterſtützt hätte. Der Abend war ſchön; nie hatte der untergang der Sonne ide Natur mit ſo herrlichen Lichtern geſchmückt; das


