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ſchnelles Opfer nachdenken.... Nein, ich kann ſein Weib nicht werden.“ „Nicette, bedenkſt Du's auch, Dein Herz.„ „Man muß ſein Herz zu bekämpfen wiſſen; wer
s ernſtlich will, der kann es auch. Die Vorſehung ließ mich von gemeinen Aeltern geboren werden, und ich werde
in meiner Sphäre bleiben; ſo will es meine Pflicht, der ich treu bleibe. Wer aus ſeinem Stande tritt, der ge⸗ hört keinem mehr an. Ich ward als Bäuerin geboren, ich will auch als Bäuerin ſterben.“ „Und Du verzichteſt ganz auf den Eheſtand?“ „Neinz wenn ich einen Gatten nehmen muß, ſo
werde ich jenen wählen, den meine Mutter mir auf ihrem Sterbebette beſtimmt hat. Ich kenne ihn wenig; er iſt
weder ſchön noch jung, aber ich weiß, daß ſein Herz zut iſt, und mehr verlange ich nicht. Ach! lange werde ch im Stillen den ſchönen Pagen beweinen; aber fern don ihm werde ich zu Gott beten, und die Tugend kann
die Liebe beſiegen. Ich werde meinen Lebensweg ge⸗
ade vollenden, das tröſtet, das richtet auf. Ich werde u mir ſelbſt ſagen:„Das menſchliche Leben iſt kurzz“ c werde weit über das Grab ſehen, und Gott wird Mit⸗ eid haben mit der armen Nicette.“
„Bewunderungswürdiges Kind!“ rief der Graf: würdiger Zögling der Fremden. Alais hat Deine Seele
vildet, das höre ich aus Deinen Reden. Geh! nimm II. 2


