Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
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befallen, daß er den Gebrauch ſeiner Sinne verlor; ja, die unruhe ſeines Geiſtes und die Erſchöpfung ſeines Kör⸗ pers brachten ſein Leben in Gefahr, und drei Tage lang blieb er ohne alles Bewufßtſeyn.

Die Abgeſchickten des Priors waren inzwiſchen an dem Felſenpavillon geweſen, hatten ihn aber leer und verlaſſen gefunden. Onigel war ebenfalls aus der Ge⸗ gend verſchwunden und Niemand hatte ihn mehr geſehen.

Bei der dritten Morgenröthe indeſſen war der Ere⸗ mit in das Thal geſtiegen, um Kräuter zu ſuchen, welche Onigel zum Verband der Wunden ſeines Herrn bedurftes dort erfuhr er von einem Hirteu die Gefangennehmung der Fremden und die ihr drohende Gefahr, und eilte, den Stallmeiſter von allem zu unterrichten. Onigel, be⸗ fürchtend, daß Alais ein Opfer der ungerechteſten Be⸗ ſchuldigung werden könnte, theilte Waldburgen, der ſich jetzt bedeutend gebeſſert hatte, alles mit.

Welch Entſetzen ergriff den Baron!... Die Fremde einer Mordthat verdächtig! Seine Schweſter ſollte auf dem Blutgerüſte ſterben! Er war wieder etwas bei Kräf⸗ ten und wollte ſogleich aufſtehen, um ſich nach Sankt Irenäus zu begeben; denn keine Minute war zu verlieren. Vergebens widerſetzte ſich der Stallmeiſter; er aber ver⸗ ließ das Schmerzenslager, und bleich, faſt ſterbend, wie ein dem Grabe entſtiegenes Geſpenſt, erſchien er im Kloſter.