Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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Ihr habt gehört was Olburg ſagte. Welche Ant⸗

wort habt Ihr darauf? Keine.

Kennt Ihr den Mörder?

Richter! ſprecht mein urtheil aus.

Großer Gott! welch ein fürchterlicher Lärm entſtand

an der Thüre des Gerichtsſaals... Die Menge rückte erſchrocken zurück. Es ertönte ein Geſchreis aber eine kräftige Stimme ſchien es zu erſticken, und erhob ſich

ſchrecklich über alle Verweiße der Wachen. Sie näherte

ſich, ſie drohte. Die Wache wurde zurückgeſchoben. Welcher Schrecken! welche unordnung! die Verwirrung war allgemein.. Ein Jüngling ſtürzte mit entblößtem Schwerdte, bleich, von Wuth entſtellt, in den Saal und vahnte ſich nicht ohne Widerſtand einen Weg durch die Menge. Er achtete keine Gewalt; er warf alle Hinder⸗ niſſe aus dem Weg, und trat vor die Richter. Es war der Graf von Ravenſtel.

Arthur hatte während dreier Tage durch Olburgs kluge Vorſicht nichts von den Gefahren erkunden können, welche Alais bedrohten. Aber Ricette ſuchte allenthalben Fürſprecher für ihre Gebieterin. Sie hatte, nach ihrem Auftritte mit Arthur, den Gedanken gefaßt, daß er, auf Waldburg eiferſüchtig, die Fremde liebe, und ließ ihm einige Zeilen, worin ſie ihn zum Schutze der Un⸗ ſchuld aufrief, an demſelben Morgen durch einen der Pa⸗ 13