Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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Ihre Dankbarkeit malte ſich in ihren melancholiſchen Zü⸗ gen. Ihr inneres Vergnügen ſpiegelte ſich, einem flüch⸗ tigen Blitze gleich, in ihrer belebten Miene, in ihrer ausdrucksvollen Stellung ab. Sie glich der Geduld, die auf ein Grabmal gelehnt, das unglück durch Reſignation ermüdend, einen Augenblick die Vergangenheit vergißt, leichter athmet und lächelt.

Die Rührung war allgemein. Nicette ward wegge⸗ bracht, und der Prior wollte reden. Aber ein neues un⸗ vermuthetetes Ereigniß erſtaunte abermals die ganze Ver⸗ ſammlung. Ein Prieſter trat herein und unterbrach die Sitzung. Er hielt ein zuſammengerolltes Pergament in der Hand, welches ein Bote des Königs von Frankreich ſo eben überbracht hatte. Der Courier hatte ſich zuerſt in die Hütte der Fremden begebenz da er jedoch diejenige nicht fand, an welche ſein Auftrag gerichtet war, ſo hatte er allenthalben nach ihr gefragt und endlich erfah⸗ ren, daß ſie in der Abtei ſey. Sein Auftrag ſchien dringend.

Der Prior hatte das Pergament aufgerollt, und las öffentlich folgende Worte:

Wir Philipp⸗Auguſt, von Gottes Gnaden König von Frankreich, gebieten allen Behörden des Königreichs, das Leben des unbekannten Weibes, welches unter dem Namen der Fremden in Bretagne wohnt, aller Or⸗ ten zu beſchützen und zu vertheidigen. Wer gegenwär⸗