Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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verjagt worden. Kurz, alle kommen in der Behauptung überein, daß ſie der Schrecken der ganzen Gegend ſey⸗

Die Fremde ſchien während dieſer Ausſagen weder erſtaunt noch beſtürzt zu ſeyn. Als die Zeugen alle ab⸗ gehört waren, erhob ſie ſich mit ruhigem Anſtande und, ſich mit Würde gegen ihre zahlreichen Verläumder wen⸗ dend, ſagte ſie:

Bewohner von Sankt Irenäus! ich kenne die Gei⸗ ſter des Böſen nicht, welche Euch Eure Reden eingaben; aber ſie glitten nur über Eure Lippen, ſie kamen nicht aus Eurer Seele. Kinder der biedern Bretagne! Die Verläumdung ſteht Euch ſchlecht. Durch die Rolle, wel⸗ che Ihr übernommen, beläſtigt, ſchämtet Ihr Euch ihrer in Euerm Innern; Eure Augen wandten ſich von mir, und Eure Stimme bebte.

Was hat mir denn Euern Haß zugezogen? Habe ich die Ruhe Eurer Thäler geſtört? Drang ich in Eure Hütten ein? Welche Vorwürfe habt Ihr mir zu machen? Was habe ich anders bei Euch gethan, als allein gelebt und geweint in meiner ſtillen Einſamkeit?

Ihr ſagt, ich ſey in die kabaliſtiſchen Wiſſen⸗ ſchaften eingeweiht; dieſe leere Beſchuldigung verdient keine Rechtfertigung. um den gemeinen Mann von mir entfernt zu halten, bedurfte ich keines andern Zaubers als meinen Schmerz; und meine Verbrechen beſtehen in meinem unglück.