Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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Nichts, als daß ich unſchuldig bin. War't Ihr bei der That gegenwärtig? Nein, ich rufe den Himmel zum Zeugen an.*

Dieſe Worte, mit dem Tone der Wahrheit ausge⸗ ſprochen, machten einen lebhaften Eindruck auf die Ver⸗ ſammlung. Der Prior fuhr fort:

Warum rieft Ihr denn im halben Wahnſinn den Prieſtern zu: Er fiel in die Tiefe des Ab⸗ grunds. wer Ihr auch ſeyd! rettet ihn! Wenn Ihr nichts von dem Verbrechen wußtet, wie konntet Ihr denn alſo ſprechen?*

Die Fremde antwortete nichts.

Euer Schweigen iſt ein Geſtändniß. Erkennt Ihr dieſes Schwerdt?

Beim Anblick des blutenden Schwerdtes ſchauderte Alais; ihr Muth verließ ſie, und mit ſchwacher Stimme ſagte ſie:

Ja Herr!

Angeklagte, ſahet Ihr das Opfer?

Nein Herr! Ein dumpfes Geſchrei zog mich auf den Felſen, wo jener fiel, den Ihr Waldburg nennt. Ich ſah dort die Spuren eines neu verübten Verbrechens; indem ich mich an einen Felſen lehnte, färbte ich meiß Gewand mit Blut, und von Entſetzen ergriffen, n ich die Flucht.

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