Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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de ſah, und ihr Anblick verwirrte ihn... Ohne Zweifel rief ſie ihm irgend einen werthen Gegenſtand in das Ge⸗ dächtniß zurück, denn er ſchien unruhig und bewegt. Er ſuchte ihre Geſichtszüge zu ſehenz allein der Schleier, der ſie bedeckte, und die Dunkelheit, welche im Saal herrſch⸗ te, entzogen ſie ſeinem Blick. Er blieb einen Augenblick in Nachdenken verſunken, dann die Erſcheinung aus ſei⸗ nem Gedächtniſſe verbannend, hieß er die Angeklagte niederſitzen, nahm ſeinen ſtrengen Ton wieder an, und das Verhör begann.

Junges Weib! wer ſeyd Ihr?

Eine Fremde, eine Verbannte, ein Opfer des unglücks.

Warum ſchien doch der Prior bei dieſer Antwort Alaiſens ſichtbar erſchüttert zu werden? Warum hielt er plötzlich inne?.. Hatte die ſanfte Stimme der Frem⸗ de eine zauberiſche Gewalt über ihn? Waren es kabaliſti⸗ ſche Worte, die ſie ausgeſprochen? Mußte ſie denn an allen Orten und unaufhörlich mit Geheimniſſen umgeben ſeyn?

Fremde! fuhr der Abt mit minder ſtrenger Stimme fort: Ihr wißt, welches Verbrechens man Euch beſchuldigt. Man ſah Euch mit blutigem Gewande am Fuße des Felſens von Fontaril; Ihr war't während des Gewitters dort zur Zeit, als der Mord geſchah⸗ Was habt Ihr zu Eurer Vertheidigung zu ſagen?*