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ſaßen im Halbzirkel auf einer Erhöhung am Ende des Saals, der Prior in ihrer Mitte, unter einem glänzen⸗ den, mit ſchwarzen Federbüſchen geſchmückten Thronhim⸗ mel. Er hielt in ſeiner Hand einen Stab, und mit den Orden geſchmückt, die er einſt an dem Hofe Philipp⸗Au⸗ guſts erhalten hatte, trug er das reiche Gewand eines Oberhaupts der Abtei. Der Saal war rundum mit dunkelrothem Tuch be⸗ hangen, und es war durchaus keine Thüre ſichtbar. Ein großes Kruzifir ſtand im Angeſichte der Verſammlung, und neben Waldburgs blutigem Schwerdte, welches öf⸗ fentlich ausgeſtellt war, lagen Torturinſtrumente, die aber im Kloſter von Sanct Irenäus nie gebraucht wor⸗ den waren, zu den Füßen der Richter. „Diener Gottes auf Erden,“ ſagte der Abt, die Sitzung eröffnend:„wir ſind berufen, meine Brüder, ſtrafbare Seelen zu richten; ein abſcheuliches Verbrechen heiſcht unſre Rache; der Baron von Waldburg fiel unter den Streichen eines Mörders. Sein anklagendes Schwerdt hier, blieb an dem Orte zurück, wo der Mord begangen ward. Wahrſcheinlich hatte er es zur Vertheidigung in dem Augenblicke gezogen, wo ihn der Mörderſtoß traf, und ohne Zweifel entglitt es ſeinen Händen, ehe er ſich deſſen bedienen konnte. Der Körper des Opfers, in den See geſtürzt, entging unſern Nachforſchungen. Geiſtliche vegaben ſich in die Wohnung des Barons, und fanden
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