Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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Die Fremde hob erzürnt ihr gebeugtes Haupt empor. Menſch oder Teufel, wer Du auch ſeyn magſt! öffne ſogleich Deinen Kerker, errichte Dein Blutgerüſt, aber befreie mich von Deinem Anblick.

Du willſt umkommen!*

Schlage zu.

Du weißt nicht, unbeſonnene Dirne, welche Stra⸗ fe man Dir bereitet, welche Qualen Dich erwarten.

Du weißt nicht, wilder Menſch, was ein Weib zu ertragen vermag, und welche Kraft in ihrem Herzen wohnt.

Wirſt Du die Tortur aushalten?*

Ich habe Deine Worte ertragen.*

Und Du wagſt

Entferne Dich. Dein fürchterlicher Verſuch auf mein Hers hat os empört, Du ſiehſt es. Keine vergeb⸗

lichen Worte mehr. Der Dienſt des Verräthers iſt erfüllt,

eile den des Henkers zu bereiten.

Ruhig erhob ſie ſich von ihrem Seſſel, warf ihren Schleier zurück, und ſchien mit aufgehobener Hand dem Boshaften zu gebieten, ſich aus ihrem Angeſichte zu ent⸗ fernen. Ihre majeſtätiſche Würde, ihr gebietender Blick, ihre Stimme, ihre ſtrahlende Schönheit, verwirrten den abſcheulichen Olburg. Er trat zurück, indem er mit lei⸗ ſer Stimme die letzten Worte der Fremden wiederholte, gleichſam als fürchtete er, wenn er ſeine eigenen Gedan⸗