Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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ſchreckliche Gefahr; ſie ſah, daß der Verdacht des Mor⸗ des, wenigſtens der Mitſchuld, auf ihr Haupt fallen würde. Wird ſie Arthur anklagen? Nein. Sie iſt des Le⸗ bens müde, nichts feſſelt ſie mehr an dieſe Erde. Sie wird allein für das Verbrechen büßen, deſſen urſache ſie allein geweſen.

Man führte ſie vor Olburg. Mit welcher ſchaden⸗ frohen Aufmerkſamkeit hörte er den Bericht der Geiſtlichen an! Mit welch hölliſchen Blicken betrachtete er Alaiſens blutiges Gewand! Mit welchem boshaften Eifer bemäch⸗ tigte er ſich Waldburgs Waffe. Alles muß zu ſeinem Zwecke dienen, alles zum Verderben der Fremden bei⸗ tragen.

Alais ſo dachte er hat ohne Zweifel das Ende des Zweikampfs geſehen, und das Blut des Barons floß über ihr Gewand im Augenblick, als ſie die Kämpfenden zu trennen ſuchte. Er zweifelte nicht, daß dieſer Ver⸗ dacht falſch ſey; allein im Tone eines ſtrengen Richters, der von ihrer Schuld überzeugt zu ſeyn glaubte, hieß er ſie niederſitzen, und ſprach ſie alſo an:

Räthſelhaftes Weib! ſchon lange hat Euer ver⸗ dächtiges Benehmen der ganzen Gegend ein Aergerniß ge⸗ geben; jetzt endlich muß man erfahren, wer Ihr ſeyd. Wie kommt es, daß Ihr in Euern Jahren, allein, ohne Stütze, ohne Verwandte, ohne Führer, ganz verlaſſen