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in den Abgrund geſtürzt. Wer ihr auch ſeyn mögt, ret⸗ tet ihn.*
Der Schein der Fackeln fiel auf ihr weißes Gewand; ſie ſah es mit Blut bedeckt und, dem gewaltſamen Schrek⸗ ken unterliegend, fiel ſie in Nicettens Arme.
Einige der Geiſtlichen eilten an das ufer des Sees, aber kein Opfer findend, erſtiegen ſie den Gipfel von Fon⸗ taril, und ſahen einen blutgedüngten Platz. Sie ho⸗ ben eine Waffe auf. Es war Waldburgs Schwerdt.
Sie richteten mehre Fragen an die unglückliche Alais; doch dieſe verſagte die Antwort. Die Geiſtlichen geboten ihr, ſich in die Abtei zu begeben, und ſie weigerte ſich keinen Augenblick ihnen zu folgen.
In einen dichten Schleier gehüllt, verließ ſie ihr Exil. Ihre Wächter betrachteten ſie mit Verwunderung. Ihr keuſcher Blick, ſanft und rein, war der Blick der Unſchuld; ihre ausdrucksvolle rührende Stimme hatte den Ton eines tugendhaften Herzens. Der Befehl, ſie ſcho⸗ nend zu behandeln, war überflüſſig; denn die Prieſter, welche ihre Grazie, ihre edle Würde bewunderten, nah⸗ ten ſich ihr nur mit Ehrfurcht. War es die Macht der Schönheit? Nein, es war ein unerklärbarer Inſtinkt, welcher ſie ihnen nicht in dem Zuſtand der Erniedrigung, in welchen ſie gefallen, ſondern auf der Höhe menſchlicher Größe, auf welcher ſie ſicher einſt geſtanden, darſtellte.
Die Fremde war in der Abtei. Es drohte ihr eine 11*
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