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tigkeit, Tugend und ſanfte Heiterkeit ihn längſt entzückt hatten. Er wußte, daß, ſtrenge in ſeinem urtheil, der mächtige Gebieter der Abtei, auf die ſeiner Gerichtsbar⸗ keit untergebenen Bezirke das Auge eines Beherrſchers und Vaters warf, und kein Laſter unbeſtraft ließ. Er hatte ihn manchmal Geringſchätzung, und ſelbſt einen gewiſſen Widerwillen gegen die Verbannte des Thals ausdrücken hören; Olburg ſprach alſo zu ihm:
„ Ihr nehmt Theil an Iſolettens Schickſal, hochehr⸗ würdiger Herr; wohlan! das Band welches ihr Glück, ihre Verbindung befeſtigen ſollte, iſt ſo zu ſagen, zer⸗ riſſen.“
„Ihre Verbindung zerriſſen! und durch wen?“
„Durch die Ränkeſpinnerin des Thals. Die liſtige Fremde hat den Grafen von Ravenſtel verführt. Sie iſt ſchön, gewandt, und falſch. Arthur, durch das Gift die⸗ ſer neuen Circe berauſcht, hat ihr das Fräulein von Montolin aufgeopfert. Dieß Herz, ſonſt ſo edel, hat ſeine Reinheit in dem geheimnißvollen Hain verloren, wo ihn die Wolluſt umfing. Bald wird die Fremde ſeine ſchöne Seele gänzlich verdorben haben. Trauer herrſcht im ganzen Schloſſe; Iſolette vergeht vor Schmerz, und ich bin gekommen Eure Hülfe anzurufen.“
„Meine Hülfe! was kann ich thun?“
„Die Fremde lebt auf Euerm Gebiet. Grundherr des ſüdlichen Flußufers, könnt ihr über Tod und Leben


