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Abend noch drückte er Dich an ſeine Bruſt; aber morgen! wer umarmt Dich morgen?.
„Arthur, ſiel die Fremde mit wachſendem Ent⸗ ſetzen ein:„was bedeuten dieſe fürchterlichen Worte, dieſe Wuth, dieſe 25
Sie vollendete nicht, ſondern lehnte ſich erſchöpft an den Felſen. Aber ſich plötzlich wieder erhebend, ſtieß ſie einen entſetzlichen Schrei aus. Ihre Hand hatte auf Blut gefühlt, ihr weißes Gewand war damit befleckt, und ihre Füße davon benetzt.
„Gerechter Himmel!“ rief ſie aus:„welch ein ungeheuer hat gewagt?*
„Das Ungeheuer bin ich!*“ rief Arthur.
„Und wer iſt das Opfer?*
„Leopold, Deine einzige Stütze, Dein einziger Freund! Dein thaurer, Dein vielgeliebter Leopold.“
„Mein Bruder!“ rief Alais, und ſterbend ſank die unglückliche zu ſeinen Füßen hin.
„Dein Bruder!“ ſagte der Graf entſetzt:„Dein Bruder! o unglücklicher Arthur!“
Er ſuchte die Fremde ins Leben zurück zu rufen, aber er ſelbſt war ohne Beſinnung. Nur ein mechani⸗ ſcher Inſtinkt ließ ihn handeln und ſich bewegen; ſein Blut floß, er ſuchte es nicht zu ſtillen; ſeine Wunden entzündeten ſich, er fühlte es nicht. Ihm ſelbſt unbe⸗ wußt glitten dieſe Worte über ſeine Lippen:


