Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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Ja,* ſprach er:ich bin betrogen. Aber wer ſind die Betrüger, die mich täuſchen? Wer? Olburg oder die Fremde?. Welche finſtre Nacht umgibt mich! Ich ringe allein mit dem Schmerz. Kein Rath, kein Freund! In meiner Betrübniß keine tröſtende Stimme, die mir zuruft: Muth gefaßt!*

Aber ſelbſt in den Anfällen des Zornes und der Ei⸗ ferſucht, ſprach ſein großmüthiges gefühlvolles Herz noch für Waldburg. Seine natürliche Güte drang durch ſeine Heftigkeit, gleichwie an einem heißen Sommertage ſich die durch den Wind gejagten Gewitterwolken theilen, und zuweilen den Azur eines reinen Himmels ſehen laſſen.

Plötzlich ſah er eine Bäuerin nach dem Brunnen gehen; er erkannte ſie, es war Nicette. Er eilte ſie zu erreichen. Die Waiſe, welche beſtändig um Alais war, von ihr unterrichtet ward, vereinigte mit einer lebhaften Phantaſie ein ungezwungnes Weſen, deſſen Reiz ſich nicht ſchildern läßt. Ihre Ausdrücke waren gewählt, ihre Gedanken über das Gewöhnliche erhaben. Glückliches Zu⸗ ſammentreffen für Arthur! nun kann er von der Frem⸗ den ſprechen.

Nicette, komm näher, ſagte er:Du haſt mich jüngſt durch die Erzählung Deines Schickſals ſehr gerührt, und ich wünſchte Dich wieder zu ſehen. Ich bin der Graf von Ravenſtel. Ich lindere gern Leiden wo ich kann. Was kann ich für Dich thun? ſprich.