ſes geführt. Dort hatte der Luxus ſeine glänzenden
Schwingen entfaltet. Bei dem Scheine von tauſend Ker⸗
zen ſah er rings um ſich Marmor, Gold, Edelſteine und alle Pracht des Reichthums glänzen. Blumenum⸗ wundene Säulen, Tapeten von Silberſtoff, Vaſen mit köſtlichem Räucherwerk gefüllt, ein mit duftenden Blumen überſäeter Fußboden, die Tageshelle ſtrahlender Lampen, die Töne eines ausgeſuchten Orcheſters, das fröhliche Murmeln der Gäſte, waren wohl fähig ihm ein bezau⸗ berndes Bild vorzuführen, um ſo mehr, da er ſeit ſeiner Geburt weder Paläſte, noch Feſte, noch Größe geſehen hatte. Obgleich er mit den Gebräuchen der großen Welt wenig vertraut war, ſo ſchritt er doch ohne Verlegenheit durch die glänzenden Säle des Schloſſes. Jung und ſchön, reich von der gütigen Natur bedacht, war Arthur durch ſeinen Titel und ſeinen Rang ſchon mächtig in das Leben eingetreten. Seine edle Haltung, die Grazie ſeiner Bewegungen, zeichneten ihn vortheilhaft unter der Menge der Jünglinge ſeines Standes aus. um zu ge⸗ fallen bedurfte er weder Studium noch Kunſt; er brauchte ſich nur zu zeigen. Es war ihm nicht unbekannt, daß ſeine Vorfahren die Bretagne lange beherrſcht hatten, und ohne den Stolz der Hoffärtigen zu beſitzen, war ihm das leichte gefällige Betragen der Großen eigen. Mag
es Vorurtheil ſeyn oder nicht: der durch ſeine Ahnen be⸗


