Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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18 zu idealiſch, zu göttlich zu ſeyn, um ſich ſogleich in das Gedächtniß eines Sterblichen einprägen zu können.

Ein lauter Ausruf weckte ihn endlich aus ſeiner lan⸗ gen Träumerei.Wehe! wehe dem Feſte von Mon⸗ tolin! ſagte der Steuermann:dieſe Barke trug die Fremde! Wehe dem Schloſſe, ſie kommt von dort! We⸗ he uns! wir haben ſie geſehen.

Was ſagt Ihr?* rief Arthur;wer? Sie, un⸗ glück verkündigen! Sie ſcheint eine Schweſter der En⸗ gel zu ſeyn.

Olburg zog die Augenbraunen zuſammen.Sie mag wohl ſeyn wie das allgemeine urtheil ſie ſchitdert, ſagte er:ein liſtiges Geſchöpf, eine freche Abenteure⸗ rin, die ſich mit der Hülle des Geheimniſſes umgibt, und auf Abwegen wandelt; man kennt ſie ja an dieſen Waffen ſchon. Sie habe ſich in die Einſamkeit zurück ge⸗ zogen, ſagt ſie, um ihre Leiden und ihre Thränen zu verbergen; flieht man auf dieſe Art die Blicke der Men⸗ ſchen? Wenn man wirklich zu beklagen iſt, und gern die Achtung Andrer erringen möchte, dann ſchwebt man nicht des Nachts in ſeltſamem Aufzug, mitten in der Feier eines frohen Feſtes auf den Wellen umher. Ein finſtrer Kahn, ein ſchwarzer Schleier, eine ſanfte leiden⸗

de Miene, welch lächerliche Schauſtellung. Sie nahm ein finſtres Aeußres an, um gegen den frohen Glanz des

Feſtes abzuſtechen, und um ſo mehr Aufſehen zu erregen.

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