„Nichts Bemerkenswerthes, edler Herr,“ ſagte der Junker mit Kälte.„Die unbekannte Bewohnerin dieſer Hütte iſt eine junge Abenteurerin, von zweideuti⸗ gem Betragen; ſie bewohnt allein dieß ufer, und ſucht vermuthlich ihren Ramen, ihre Vergehungen und ihr Le⸗ ben zu verbergen.“
„Iſt ſie ſchön?* fragte Arthur.
„Ich ſah ſie ein Mal in der Ferne: ſie iſt unge⸗ mein bleichz ihr Wuchs iſt voll Grazie, aber ihr Gang matt und ſchwankend...*
„Was kümmert uns dieß Weib!“ unterbrach Ol⸗ burg mit barſchem Ton.
Aber Arthurs Neugierde war noch nicht befriedigt. „Fahrt fort!“ ſagte erz;„ohne Zweifel iſt die unbekann⸗ te arm?*“
„Ich weiß es nicht,“ ſagte der Junker.
Da hob der Gondelier an:„Erhabner Herr, es ſcheint als wäre das unglück an die Ferſen der Unbekann⸗ ten gefeſſelt; Niemand beſchäftigt ſich mit ihr, man ver⸗ meidet ihr Zuſammentreffen, denn iht Anblick iſt von übler Vorbedeutung. Glücklicherweiſe iſt ihre Wohnung von dem Dorfe entfernt, und ſie iſt gern allein.“
Jetzt tönte ein rauſchender Trompetenmarſch von den Mauern des Schloſſes und begrüßte den edeln Arthur ſchon von Weitem. Eine Menge Pagen und Diener harr⸗ ten ſeiner am ufer. Seine Trauer verſchwandz bald
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