Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Einzelbild herunterladen

. en

erlauchten Verwandten, Olburgen deſſen Erziehung allein übertragen; denn nur ein ſolcher Mann ſtimmte völlig in ſeine ehrgeizigen Pläne ein. Er war Willens ſeine Tochter Iſoletta mit dem mächtigen Grafen von Raven⸗ ſtel zu verbinden, und der ſchlaue Olburg, wohl wiſſend, daß ſein künftiges Glück von dieſer Verbindung abhing, hatte den ſchönen Arthur ſeit manchen Jahren von den Reizen ſeiner künftigen Gemahlin unterhalten.

Auf ſeinen jungen Zögling die Hoffnung einer glän⸗ zenden Zukunft gründend, wußte Olburg alle ſeine Ge⸗ danken zu beherrſchen. Da er immer in ſeiner Seele leſen wollte, ſo hatte er ihm eine ſolche Wahrheitsliebe eingeprägt, daß Arthur, ſo zu ſagen, mit lauter Stim⸗ me dachte.

Bis jetzt hatte er nur mit ſeinem Herzen gelebt und trieb die Leidenſchaft, nur das Gute zu wollen, ins Weite. Die menſchliche Glückſeligkeit mit höhern Idealen vermiſchend, ſuchte er in ſeiner träumeriſchen Ueberſpan⸗ nung ein eingebildetes Glück zwiſchen dem Leben und der Ewigkeit, ätheriſche Genüſſe, minder rein als die Freu⸗ den des Himmels, doch erhabener als die irdiſche Luſt. So erhob ſich ſeine Jugend muthig und prachtvoll. Sein Wille auf ſeine Tugenden geſtützt, hatte eine begeiſterte

Stärke, welche nichts erſchüttern konnte. Der einzige

Olburg nur vermochte ihn zu beſiegen; ſtolz auf ſeine Macht, ſah der ehrgeizige Mentor den Strom dahin rau⸗