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Schon ſenkten ſich lange Schatten auf die Berge des alten Armorika; ihre Gipfel verloren ſich am Hori⸗ zont in den bläulichen Dünſten der Atmosphäre; und die ſilberne Oberfläche des Sees von Montolin ſpiegelte ſeit einigen Minuten die goldnen Strahlen der Sonne nicht mehr.
Doch welche neue Helle folgt auf den ſcheidenden Glanz des Tages! Welch prachtvolles Schauſpiel bietet ſich den Blicken der Bewohner jener Gegend dar! Das Schloß Montolin ſtrahlt wie ein flammendes Meteor aus dem Waſſerſpiegel, und ruft dem leichtgläubigen Volke die Wunder des Schloſſes Joyeuſe⸗Garde), die Zaubereien des Propheten Merlin, und des Feenfel⸗ ſens zurück**).
Warum ſind dieſe Thürme mit glänzenden Leuchten geſchmückt? warum flattern dieſe mit Wappen bemalten Fahnen von jeder Spitze des Gebäudes hoch in der Luft? warum ſtrahlen dieſe flimmernden Lampen an den Umriſſen der gothiſchen Fenſter und an den Zinnen der Gallerieen, kurz, an allen Seiten des ſtolzen Ritterſitzes der Herren
holt wurden.“(Richer, Voyage pittor. dans le dé- partement de la Loire Inférieure, Lettre I. p. 41.)
*) Der Wohnſitz der Paladine. * Nach dem Abbe Derie und Herrn de la Houſſaie, war
dies ein alter Tempel reich an Wundern; nach Ogee
aber, das Grabmal eines römiſchen Feldherrn. —


