Teil eines Werkes 
Entstehung
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3 262 Morgen, kurz vorher, ehe Moritz ſie beſuchte, hatte ſich ihr ſchon eine andere Erſcheinung gezeigt, deren trö⸗ ſtende und heilverkündende Worte ihre Seele mit der innigſten Freude erfüllt hatten. hmſonſt bemühete ſich Moritz, näheren Aufſchluß zu erhalten, ſie ſagte nur:

Der wird Dir werden, doch nur theilweiſe aus meinem Munde. Eine andere wird Dir Alles, was Du nur wünſchen kannſt, mittheilen, und das vielleicht ſchon in wenigen Augenblicken.

Emma, welche unn ganz hergeſtellt war, ſprach den Wunſch aus, nach dem Haag zu reiſen. Moritz⸗ der nichts eifriger wünſchte, weil ſeine Eltern gewiß ſei⸗ netwegen beſorgt waren, traf die nöthigen Anſtalten, und nachdem ſie von den Wirthsleuten einen herzlichen Ab⸗ ſchied genommen hatten, traten ſie ihre Reiſe an.

Habe ich Dir nicht immer geſagt, Gertrude! ſprach Held zu ſeiner Fraudaß mehr dahinter ſteckt, als wir vermuthen konnten. Ich glaube, daß wir bald Nähetes darüber erfahren werden.

Bald hatten die beiden Liebenden den Haag erreicht, und Moritz eilte mit ſeiner wiedergefundenen Braut in das elterliche Haus. Die wichtigen Entdeckungen des vorigen Tages hatte das Herz der Eltern mit einer un⸗ erklärlichen Unruhe erfüllt. Sie kannten den unterneh⸗ menden, ja oft unbedachtſamen Charakter ihres Sohnes, ſowie ſeine Geſinnungen gegen den Statthalter, und ob⸗ gleich ſie überzeugt zu ſeyn glaubten, daß er an einem ſo fluchwürdigen ünternehmen nie Antheil nehmen würde, ſo gönnte doch die Möglichkeit, daß er auf irgend eine Weiſe mit hinein verwickelt ſeyn könnte, dem elterlichen Herzen keinen ruhigen Augenblick. Seine anhaltende Abweſenheit, und die düſtere, unruhige Gemüthsſtimmung, welche ſie bei ſeinen letzten flüchtigen Beſuchen an ihm bemerkt hatten dieß Alles und der verhängnißvolle