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eutſchuldigen. Doch die Binde, welche die Stimme mei⸗ nes eignen Herzens, und Deine Worte bei unſter letzten Unterhaltung ſchon wegzunehmen droheten, iſt mir heute plötzlich und auf immer abgeriſſen. Deutlicher und heller als das Licht des Tages habe ich jetzt die feſte innige ueberzeugung, daß ich Dich nicht liebte, daß ich Dich nie lieben konnte! In einem Herzen wie das meinige, mit ganz anderen Empfindungen angefüllt, war für die Liebe kein Raum mehr. Auch Du wirſt es einſehen, Dein eig⸗ nes Herz wird es Dir ſagen, daß die Gefühle, welche Du gegen mich hegteſt, keine Liebe waren, wie Du ſie einſt Deiner Emma zutrugeſt; und— wenn Du Dein Herz gehörig prüfſt, ſo wirſt Du finden, daß ich die Wahrheit rede— ihr noch zuträgſt. Die Ereigniſſe die⸗ ſer letzten Tage ſind mir bekannt. Ich weiß es, daß ſie ſich in Deiner Nähe befindet. Sie iſt die Deinige, Mo⸗ ritz! ſie iſt es geblieben, auch in Mitten dieſer heilloſen Verblendung, deren Beute wir Beide wurden, und die jetzt auf immer geſchwunden iſt. Nur ſie, ja ſie allein haſt Du ſtets geliebt. Bemühe Dich das zu vergeſſen, was ſich in den letzten Wochen und Monaten zutrug.“
„Auch die Ereigniſſe dieſes Tages ſind mir bekannt; alle unſere Rachepläne find zuſammengeſtürzt. Es freut mich,— ich kann ſelbſt nicht ſagen, warum— daß es ohne Dein Dazuthun geſchehen iſt. Muß ich mich über dieſe Vereitelung des höchſten Zieles meines Lebens be⸗ trüben oder erfreuen? Ich weiß es nicht, aber ich kann nicht länger geregelt denken. Es iſt mir, als verzehre ein ſtarkes Feuer mein Gehirn und mein ganzes Daſeyn. O Gott! ich ſchaudre nicht einmal zurück bei dem Ge⸗ danken an die Ströme Blutes, welche dieſe Entdeckung wird fließen laſſen.“
„Anfangs wurde ich, ſo wie Du irre geführt, und der eigentliche Zweck der Verſchwörung blieb mir verbor⸗ gen. Nie iſt es mir in den Sinn gekommen, daß eine


