Teil eines Werkes 
Entstehung
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Thienen brummte in ſich: Guardete dios del Diablo y del Escrivano! 2

Moritz, wenn auch in Gedanken ſtets für Klara's Sicherheit bedacht, hörte doch nicht ohne Intereſſe dieſe Unterhaltuug mit an. Sobald ſich aber Melchior entfernt hatte, und er auch ſchon im Begriffe ſtand ſein Vorhaben auszuführen, wurde ihm von Held ein Brief überreicht, der ihm ſo eben eingehändigt worden war. Moritz erkannte Klara's Hand, begab ſich auf ſein Gemach, öffnete ihn und las folgendes:

Wenn Du dieſe Zeilen leſen wirſt, Moritz, dann iſt die Unglückliche, welche ſie ſchrieb, ſchon aus Deiner Nähe verſchwunden. Die düſtere Erſcheinung, welche die Ruhe und das Glück Deines Lebens zerſtörte, wird ſich fortan nicht mehr auf Deinem Lebenswege zeigen, um durch die dunkle Nacht, welche ihr eigenes trübſeliges Leben um⸗ gibt, den klaren Sonnenſchein des Deinigen zu umnebeln. Du liebteſt, Moritz! und Du wurdeſt wieder geliebt o! ich bezweifle es nicht mit der zärtlichſten, feu⸗ rigſten Liebe, die je in dem Herzen eines Weibes wohnte. Da fuͤhrte das Schickſal mich auf den Pfad Deines Lebens; Erinnerungen aus früherer Zeit, längſt aus Dei⸗ ner Seele verwiſcht, tauchten lebendig wieder auf; ein nicht zu erklärender Zufall ſchien das Band, welches Dich mit einer Andern vereinigte, loszureißen, und Du glaubteſt mich zu lieben. Doch man mußte es Dir verzeihen, da ſich Dir wieder eine Erſcheinung zeigte, die einſt Deine fieberhafte Phantaſie ſo ſehr in Anſpruch ge⸗ nommen hatte: aber ich, in deren Seele ſchon ſeit lan⸗ ger Zeit keine anderen Gefühle als die der Verzweiflung, des Haſſes und der Rachſucht wohnten, auch ich war thoricht genug zu glauben, daß die Seele noch für zartere Empfindungen, für Liebe und häusliches Glück empfäng⸗ lich ſey. Nichts kann dieſen traurigen Irrthum bei mir

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