Teil eines Werkes 
Entstehung
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258 Berge und vox faucibus haesit. Noch habe ich mich nicht wieder beruhigen können. Und was noch das Fürch⸗ terlichſte von der ganzen Sache iſt, man behauptet, und leider mit Recht, daß unſre gute Stadt der eigentliche Heerd dieſer gottloſen Pläne iſt. O patria et melita quondam moenia! rief er in einer theatraliſchen Hal⸗

tung aus, indem er ſeinen Becher leerte, und ſich zum

Weggehen vorbereitete.

Nur noch einen Augenblick, Melchior! ſagte van Thienen von Neugierde getrieben in einem freund⸗ lichern Tone als ſonſtund erzählet uns noch mehr. Haben auch hieſige Eingeſeſſene an dieſen Gräueln Theil genommen?

Sowohl Hieſiche als Auswärtige haben ſich zu⸗ ſammen gerottet, aber hier haben die Gottloſen ihre Zu⸗ ſammenkünfte gehalten, und Einwohner dieſer Stadt ſind ihnen dazu behulflich geweſen.

Söhne des ehemaligen Groß⸗Penſionärs ſollen die Verſchwörung geſtiftet haben, ſagte einer der Bürger und man ſoll ſie ſchon gefänglich eingezogen haben.

Ja, nein, erwiederte Melchiordoch es ſind ganz gewiß die Arminianer, welche dieſen Gräuel ausgedacht und ausgeführt haben. Auch viele ihrer Prediger, welche wie ich ſtets behauptete ſich in dieſer Stadt zu verbergen wußten, haben den Plan ge⸗ ſchmiedet. Der Prinz verfuhr zu gelinde gegen ſie, nun ſehen wir die Folgen. Doch der Deichgraf erwartet mich, es wird eine unruhige Nacht geben; Hausſuchun⸗ gen und Gefangennehmungen werden vorgenommen wer⸗ den, und der Gerichtshof von Holland wird bald hier ſeinen Sitz nehmen und die Scharfrichter werden mehr zu thun bekommen, als zu Al ba's Zeiten. Guten Abend, meine Freunde! Guten Abend! Mit dieſen Worten ver⸗ ließ er, eine wichtige Miene annehmend, eiligſt das Gemach.

Alle ſahen ihm gewiſſermaßen fragend, und nicht wie ſonſt mit einem verächtlichen Blicke nach, nur van