„Ich weiß nicht, was ich von dem ſagen ſoll;“— ſprach Stoutenburg verdrießlich,—„er wünſcht eben ſo ſehnlich als ich, daß der Tag der Rache kommen möge, aber das iſt auch Alles. Er iſt zu ſchwach und unent⸗ ſchloſſen, um ſelbſt mit Hand an das Werk zu legen, und er würde ſich ſehr freuen, wenn die Sache ohne ſein Dazuthun beendigt würde, da er die Gefahren mehr ſcheut, als nach Ruhm ſtrebt. Außerdem iſt er glücklich verheirathet, und findet Erſatz in ſeinem häuslichen Kreiſe. Doch wenn es ihm auch an Muth gebricht, ſo beſitzt er, was den Meiſten von uns fehlt, und ohne das wir nichts anfangen können, Geld, und dieß ſteht zu unſerer Ver⸗ fügung.“
„Das iſt auch hinreichend. Zur Ausführung des Anſchlages werden nur wenig kluge Lente gefordert. Die Uebrigen dienen nur als Werkzeuge, um das große Ziel zu erreichen. Doch wie ſteht es mit dem jungen von Solingen, von dem Ihr ſo große Erwartungen heg⸗ tet, und welchen Ihr ſo gern als Theilnehmer begrüßen möchtet?“
„Dieß wünſchte ich ganz gewiß,“— antwortete Stoutenburg—„und ich glaube noch immer, daß es nicht ſchwer werden würde, ihn für uns zu gewinnen. Seine Geſinnungen gegen den Statthalter ſowohl, wie gegen die Regierung, ſind hinlänglich im Haag bekannt. Er iſt ſehr muthig und unternehmend, und gehört zu einer reichen und vornehmen Familie. Doch ich habe ihn ſeit jenem Abend in Rotterdam nicht wiederge⸗ geſehen.“
„Dann hat er Zeit gehabt“— bemerkte Slatius —„über den Zettel, welchen ich ihm damals in die Hand ſpielte, nachzudenken, und den Zweck des räthſel⸗ haften Inhaltes zu entziffern.“
„Und jetzt,— ſprach Stoutenburg, indem er aufſtand—„iſt der Zweck dieſer Zuſammenkunft erfüllt.


