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werden, die Brüder, welche mich jetzt als den verachtei⸗ ſten unter ſich verſtoßen, es einſt bereuen werden, alſo
mit mir verfahren zu ſeyn.“
„Doch um auf die Fackel zurückzukommen;“—
ſagte Stoutenburg—„ich habe das Stück geleſen, und es ſcheint mir, als könne es nur günſtig auf unſere Sache wirken. Aber ſagt mir, wie gelang es Euch, hier und da eine ſo gefährliche Schrift in Umlauf zu bringen?“ „Sie wurde zu Gouda gedruckt“— erwiederte Slatius—„van Dyk, der Sekretär, er gehört, wie Ihr wißt, zu den unſrigen, hat mir das Geld dazu beſorgt. Sie wurde mir, in eine Tonne gepackt, in's Haus geſchickt, und vorläufig unter der Erde verborgen. Doch ich fand Gelegenheit, einige dieſer Büchlein unter dem Volke zu verbreiten, und nun mögen ſie dazu die⸗ nen, auch den Bürger mit zu dem großen Werke vor⸗ zubereiten.“
„Auf van Dyk können wir rechnen,“ antwortete Stoutenburg—„auch beſitzt er einen muthigen und ſtolzen Charakter. Er war es, der im vorigen Jahre zu Rotterdam, als außer der Stadt bei Gelegenheit einer Verſammlung ein heftiger Auflauf entſtanden war, mitten durch die Soldaten hindurchdrang, welche bereit waren, auf den Volkshaufen Feuer zu geben, und, von Glied zu Glied eilend, unerſchrocken die brennenden Lun⸗ ten von den Musketen wegriß, und ſo viele aus der To⸗ desgefahr rettete. Er ſoll der Parthei, welcher er ſich zugeſellt, eine gewaltige Stütze ſeyn. Außerdem iſt er ſehr erbittert, ſeines Amtes entſetzt zu ſeyn, und ſieht mit Sehnſucht einer andern Regierungsform entgegen. Aehnliche Bewandtniß hat es mit dem Sekretär Koren⸗ winder und mehreren Andern, welche durch den Ver⸗ luſt ihres Amtes faſt an den Bettelſtab gebracht find.“
„Und Euer Bruder, der Herr von Gronenveld?“ — frug Slatius.


