Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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mehre Male im Begriff ſtand, ſeinem unterdrückten Aer⸗ ger auf eine gewaltſame Weiſe Luft zu machen. Von dieſem Allen merkte David nichts, um ſo weniger, da er nie, wenn er im Strome ſeiner Rede fortgeriſſen, ſeinen Zuhörern ins Angeſicht, ſondern ſtets gerade vor ſich hin ſah. Jedoch dies ſcheinbare gute Einverſtändniß ſollte nicht lange zwiſchen den Beiden beſtehen. David war gerade beſchäftigt nachdem er das zu Dord⸗ recht über die Abtrünnigen ſo gerecht ausgeſprochene Urtheil gerühmt hatte gegen die lauen Prediger im Lande, welche weder kalt noch warm wären, loszuziehen, die, wenn man die Sache genau betrachtete, eben ſo wohl als die verbannten Prieſter treuloſe Wächter auf Sion wären, und allerlei Begriffe, ſelbſt die der Papiſten nicht ausgenommen, in der Kirche zuließen.

Was ſind es anders, als Mönche ohne Kappen? ſagte erund wozu nützten ſie je? Sie verfer⸗ tigten Spinnweben, die weder zu Kleidungsſtücken taugen, noch ſich zu bedecken, wie der Prophet ſagt. Und die Verjagten und Vertriebenen, wo haben ſie eine Zuflucht geſucht? Stets bei denen, wo ihr Herz ſich hingezogen fühlte; bei denen, welche Holz und Stein anbeten, und die babyloniſche Hure verehren. Nun ſitzen ſie zu Waalwik(in Nordbrabant, wo die verbannten Re⸗ monſtranten⸗Prieſter ſich hinzogen), und als habe es ihnen nicht genügt, bei uns von den Dächern herab alle Sün⸗ den und Mängel zu verkünden, ſo verkünden ſie dieſe auch zu Gath unter den Philiſtern, damit die Töchter der Unbeſchnittenen ſich daran erfreuen mögen. Jeabod! Jcabod! wo iſt die Herrlichkeit? möchte ich mit Pineas Hausfrau ausrufen, als die Bundeslade von den Phili⸗ ſtern weggeführt worden war.,

Wo anders würden die Unglücklichen wohl einen Zufluchtsort gefunden haben, erwiederte lebhaft der Reiſende, da es ihm unmöglich war, auf Davids ta⸗