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und wieder zerſtreute Rollen Papier reichten hin, meine Neugierde nicht minder als in meinen Kinderjahren, auf⸗ zuregen.
Bei einem geringen Geräuſch, welches ich abſichtlich machte, ſah endlich der Fremde auf, legte einigermaßen erſchreckt, die Schrift mit der er beſchäftigt geweſen war bei Seite und näherte ſich mir fragend:
„Der Herr wird wahrſcheinlich“— ſagte er, nach⸗ dem er mich gegrüßt hatte—„dies Gebäude beſichtigen wollen. Es ſoll wie ich höre in kurzer Zeit öffentlich verkauft werden.“
Ich beantwortete ſeine Frage durch die Nennung meines Namens, um mich ihm als noch zeitigen Mit⸗ beſitzer des Landgutes vorzuſtellen.
„Wenn es ſo iſt“— erwiederte der Fremde— „muß ich Sie ſehr um Verzeihung bitten, daß ich es ge⸗ wagt habe dies Gemach dann und wann zu beſuchen, um in einigen alten Papieren, welche ein Zufall mich hier entdecken ließ, zu blättern. Ein darauf geworfener Blick erregte in mir den Wunſch, den ganzen Inhalt ken⸗ nen zu lernen. Die Verſuchung war groß, und das Wohl⸗ wollen Ihres Rentmeiſters geſtattete mir zuweilen hier⸗ her zu kommen.“
Er fuhr noch einige Zeit in dieſem Tone fort und machte viele Entſchuldigungen über ſeine Dreiſtigkeit. Der Unbekannte ſchien ein ſehr gebildeter Mann zu ſeyn, und ich hielt die Sache für zu geringfügig, um deßhalb verdrießlich zu ſeyn. Bald wurde ich mit dem Namen und dem Stande des Sprechers bekannt, und machte in ihm die Bekanntſchaft des gegenwärtigen Predigers des Dorfes, deſſen Namen ich ſchon mehreremale mit Aus⸗ zeichnung hatte nennen hören. Ich machte ihn meiner⸗ ſeits mit den Gründen bekannt, welche mich veranlaäßt hatten, dieſe Orte zu beſuchen, und vergaß nicht meine Neugierde wegen des Inhalts der Papiere in dem zer⸗ lumpten Zimmer mit durchblicken zu laſſen.
„Es wird Ihnen ja nun die Gelegenheit, Ihre Neu⸗


