kurz kommſt, Dich ſchlechterdings
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than, der kein anderes Glück kannte, als Dich glücklich
zu wiſſen. Die feurigen Gehete, welche ich in jenen Tagen mit kindlicher Aufrichtigkeit für Dich gen Himmel ſandte, ſind auch nicht ganz unerhört geblieben. Außer
irti„die gewöhnlich auch den glücklich⸗
damals, meine Gebete dem großen Lenker unſres Geſchicks ausſprechen: der, welcher Herz und Nieren prüft, und eine jede Unvollkommenheit der menſchlichen Natur kennt, der wird auch noch jetzt das brüderliche Gebet erhören, welches gleichen Segen und gleiches Glück über den Verlauf Deiner irdiſchen Laufbahn erfleht.
Aber mich drückt, daß ich Dich bei Durchleſung dieſer Zeilen ſchon erſtaunt ausrufen höre:„Woher dieſer feierliche Ernſt, lieber Bruder? woher die rührende Erin⸗ nerung an unſere Kindheit? und wie kommt dies in Ver⸗ bindung mit der geſchichtlichen Erzählung, welche Du mir zuſchickſt, und mir gewidmet zu haben ſcheinſt?“—
och nein, Du wirſt mich ſchon verſtanden haben; we⸗ nigſtens wirſt Du ſchon haben vermuthen können, was mich veranlaßte, Dir dieſe Zeilen zuzuſchicken. Ja, Hen⸗ riette, ich habe die fleine Reiſe zurückgelegt, auf wel⸗ cher Du ſo gern, wenn nicht Deine häuslichen Pflichten, wobei Du ſtets aus irgend einem Vorwande mit der Zeit verhindert hätten,
meine Begleiterin geweſen wäreſt. Ich bin von meiner Pilgrimsfahrt zurückgekehrt— denn dieſen Namen gabſt u meiner vorhabenden Reiſe, als ich bei unſrem letzten Zuſammenſeyn Dir meinen Plan mittheilte. Und Du hatteſt nicht Unrecht; nie war ein Pilger von feierlicheren nungen beſeelt, wenn er die ſeiner Religion geweihten Orte beſuchte, als die waren, welche ſich meiner beim
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