8 Schloß Windſor.
hat, und daß es demzufolge Seiner Majeſtät Allerhöchſter Wille iſt, daß die St. Georgen⸗Capelle im beſagten Schloſſe mit ihrem reichſten Schmucke angethan und herausgeputzt werde, daß der Hochaltar behangen werde mit Tapeten, den Schutzpatron des beſagten Ordens zu Roſſe darſtellend, und geziert werde mit den köſtlichſten Bildwerken und mit gol⸗ denem und ſilbernem Zierrath, daß die Kanzel bedeckt werde mit karmvoiſinrothem Damaſt mit eingewirkten goldnen Lilien, Fallgattern und Roſen, daß der königliche Chorſtuhl mit einem reichen Staatshimmel überhangen werde, auf einem Tritte von einem Fuß Höhe, daß die Chorſtühle der Ritter mit gewebtem Zeuge bedeckt werden, mit ihren Wappen⸗ ſchilden im Rücken, und daß alles fertig ſei zur dritten Stunde, nora terlia vesperlina, wie es in Seiner Majeſtät eige⸗ nem Befehle lautet, zu welcher Zeit der Vorabend des Feſtes beginnen ſolle.“
„Schöpft Athem, Hauptmann,“ lachte der Graf.
„Nicht nöthig, Mylord,“ antwortete Bouchier.„Außer⸗ dem übergab ich dem Beamten vom Schwarzen Stabe Eurer Herrlichkeit Vollmacht vom Lord Oberkammerherrn, den St. Georgen⸗Saal auszurüſten und für das Nachteſſen morgen Abend und für das große Feſt am folgenden Tage in Be⸗ reitſchaft zu ſetzen; und ich befahl dem Dechanten und den Kanonikern des Stifts, den Almoſenrittern und allen andern Beamten des Ordens, ſich zu der Feierlichkeit bereit zu halten. Und nun, da ich meinen oder vielmehr Eurer Herrlichkeit Auftrag erfüllt habe, will ich gern meinen Poſten als Unter⸗ kammerherr in Eure Hände zurückgeben, meinen gewöhn⸗ lichen, nämlich den Eures Adjutanten, wieder annehmen und Euch nach Hampton⸗Court zurückgeleiten, ſobald es Euch gefällig iſt abzureiſen.“
„Das wird ſchwerlich früher als nach einet Stunde
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